Richtiges Giessen auf Erde

Die einzige richtige Art um seine Pflanzen in Erde zu giessen. Mit dieser einfach Step by Step Anleitung macht ihr nie wieder Fehler beim giessen und könnt einen Grossteil der „Anfängerprobleme“ vermeiden

  • So viel gießen, dass bei jedem Gießvorgang ein bisschen Wasser unten aus dem Topf läuft
  • Flächendeckend gießen, sodaß die ganze Oberfläche gleichmäßig mit Wasser bedeckt wird
  • Nach dem Gießvorgang den Topf anheben, um festzustellen, wie schwer er ist
  • Dann so lange warten, bis er deutlich leichter geworden ist (min. um die hälfte), und dann erst wieder gießen.
  • grober Richtwert für die Gießmenge sind ca. 1/3 des Erdvolumens, d.h. auf 9 Liter Erde sollten 2,5 – 3 Liter Wasser pro Gießvorgang passen, bevor ablaufendes Wasser am Topfboden zu sehen ist.

Das Leichterwerden des Topfes kann sehr unterschiedlich lange dauern und das hängt von der jeweiligen Situation der Pflanzen ab. Beispiele: Pflanzen gegen Ende der Vegi frisch umgetopft und gut angegossen brauchen bei mir 10 Tage lang kein Wasser mehr. Bei Pflanzen, die sich unter 600W mitten im Blütestretch befinden kann schon nach 48 Std. der Topf so leicht sein, daß wieder gegossen werden muss. Relevant ist allein das Topfgewicht und nicht die Zeitspanne zwischen den Gießvorgängen! Das gilt 1:1 auch für Jungpflanzen und Keimlinge. Werden Keimlinge frisch angegossen, dann kann es je nach Bedingung sein, daß diese anschließend eine Woche bis 10 Tage kein Wasser mehr brauchen. Jiffys halten erfahrungsgemäß die Feuchtigkeit nicht so lange wie Anzuchterde und sollten nach 2 – 3 Tagen kontrolliert werden.

Richtiges Gießen hilft auch bei der Schädlingsvermeidung, denn insbesondere Trauermücken lieben Erde, die ständig feucht ist. Wenn Dünger verabreicht wird, sollte der vor dem Gießen gut mit dem Gießwasser gemischt werden, damit er sich gleichmäßig im Topf verteilt. Große Düngeladungen auf trockene Erde sind dabei zu vermeiden. Das überschüssige Wasser nicht im Untersetzer stehen lassen, sondern wegschütten.

Falls outdoor in Töpfen zu lange nicht gegossen wurde, sind folgende Dinge zu beachten:

Es bildet sich ein sog. „Gießrand“, d.h. es entsteht am Topfrand ein Spalt zwischen Erde und Topf…je breiter der ist, desto vertrockneter ist die Erde (Schrumpfung). In diesem Fall muß das Wasser langsam und in kleinen Schlucken verabreicht werden, da es
bei schnellem Gießen einfach an der Erde vorbei unten am Topf rausläuft…dieser Drain ist dann nicht erwünscht und ihr müsst euch beim Gießen so viel Zeit nehmen, daß die Erde wieder aufquellen kann. Notfalls die Erde am Rand auffüllen.
Pflanzen die einer längeren Trockenperiode ausgesetzt waren, erholen sich davon nicht mehr und bleiben anschließend mickrig.

Ausgewilderte Pflanzen ohne Topf halten Dürreperioden gut stand, wenn sie vorher min. 2 Wochen Zeit hatten sich zu akklimatisieren. Wenn die Trockenperiode direkt nach dem Auswildern einsetzt oder zu dem Zeitpunkt schon besteht, sollte in den ersten
10 Tagen nach dem Aussetzen so viel wie möglich gegossen werden. Eine Gefahr des Übergießenes besteht hier nicht, da ein Großteil davon sowieso versickert.

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